Das Studium kann mit Stress verbunden sein, welcher sich jeweils individuell äussert. Die Zusammenhänge zwischen Stressfaktoren, individuellen Stressreaktionen und möglichen Konsequenzen zu kennen, ist nicht nur für das Studium, sondern auch für das Berufs- und Privatleben relevant.

Motivation, Leistung, Wohlbefinden und Gesundheit werden stark von Stress beeinflusst. Umgekehrt sind Menschen, die sich gut und gesund fühlen, leistungsfähiger, motivierter und wirken auch kompetenter und zufriedener.

Gesundheit wird durch individuelle und arbeitsbezogene Aspekte beeinflusst. Das Arbeitsfeld von Studierenden, aber auch das von Lehrenden ist vielschichtig und komplex. So wie die Ansatzpunkte zur Förderung der Lebensqualität und Gesundheit individuell sind, ist auch die Reduktion von Stress individuell. Manchmal gibt es externe Faktoren, die beeinflussbar sind und so zu einer Stressreduktion führen können wie beispielsweise das Verschieben einer Abgabefrist oder Prüfung. Es gibt jedoch auch immer wieder Situationen, in denen dies nicht möglich ist oder individuelle Muster oder Verhaltensweisen zu Stress führen. Hier ist es oft effektiver oder gar notwendig, die individuelle Ebene anzugehen, und nicht strukturelle Dinge ändern zu wollen.

Verschiedene Strategien können helfen, potentielle Stresssituationen besser zu meistern und Stresssymptomen vorzubeugen. Schon Hippokrates hat den Menschen Entwicklungsbereitschaft und Eigenverantwortung nahegelegt: «Wenn Du nicht bereit bist, Dein Leben zu verändern, kann Dir nicht geholfen werden.»

In diesem Sinne werden im Folgenden einige Ideen dargelegt, mit welchen Sie Ihren Stress reduzieren und Ihre Gesundheit beeinflussen können:

Realistische, zeitnahe Ziele: Setzen Sie sich kleine, innerhalb einer überschaubaren Zeitspanne erreichbare Ziele. So erleben Sie sich speditiv und sehen die nächsten Schritte klarer. Dadurch erreichen Sie häufiger Ihr Ziel, was Ihren Selbstwert stärkt.

Vorausschauende, realistische Planung: Planen Sie vorausschauend und mit dem Wissen Ihrer Ressourcen. Setzen Sie Prioritäten: Wie viel Zeit habe ich? Reichen meine Fähigkeiten aus, das Ziel in gewünschter Weise zu erreichen? Brauche ich Unterstützung?

Sich etwas (zu-)trauen: Sie haben viele Ressourcen und Stärken. Rufen Sie sich diese ins Gedächtnis. Haben Sie den Mut, etwas zu wagen und auszuprobieren!

Ansprüche und Erwartungen - Mut zur Lücke: Haben Sie nicht nur mit den andern Geduld und Nachsicht, sondern auch mit sich selbst. Es muss nicht alles perfekt sein, manchmal ist auch ein «Gut» schon genug!

Abgrenzen: Sie müssen nicht alles übernehmen und sind auch nicht für alles und jede/n verantwortlich! Konzentrieren Sie sich auch auf Ihr Wohlbefinden, erledigen Sie Ihre Kernaufgaben gut und sagen Sie zu anderem auch einmal «nein»!

Geniessen Sie öfters den Moment: Leben Sie im Hier und Jetzt. Achten Sie sich nicht nur auf das, was nicht optimal war, sondern auch darauf, was Sie gut gemacht haben und was gelungen ist!

Es gibt sicher noch etliche weitere Ansatzpunkte, doch das Wesentliche ist, in kleinen Schritten und an das Naheliegende zu denken. Dies umso mehr, wenn ein grosses Arbeitsvolumen zu bewältigen ist. In solchen Situationen ist es nicht ratsam, in riesigen Schritten etwas bewirken zu wollen. Viel besser gelingt es, ohne grossen zusätzlichen Aufwand etwas Kleines in den eigenen Alltag zu integrieren, was entlastend wirkt.

Beratung

Bei Belastungssituationen kann auch eine Einzelberatung bei uns klärend und unterstützend sein.

Kontakt

Beratungsstelle der Berner Hochschulen
Erlachstrasse 17
CH-3012 Bern
+41 31 635 24 35

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